Kinderwagen Test 201+ – Augen auf beim Kinderwagen Kauf

Eine der wichtigsten Anschaffungen, die werdende Eltern tätigen müssen, ist – neben dem Kauf der Einrichtung fürs Babyzimmer – der Erwerb eines Kinderwagens für den Nachwuchs. Dabei sollte man sich nicht nur vom Design leiten lassen, sondern auch auf Handhabung und Komfort achten. Doch was ist wichtig und worauf kann man verzichten?

BILD PRODUKT BEWERTUNG BESCHREIBUNG PREIS ANGEBOT
1 KOMBIKINDERWAGEN -- Test KOMBIKINDERWAGEN — Test
Beschreibung € 199,00 *

* inkl. MwSt. | am 28.08.2016 um 23:28 Uhr aktualisiert

➦ zu Amazon
2 Bergsteiger Capri Kombikinderwagen 3-in-1 - test Bergsteiger Capri Kombikinderwagen 3-in-1 – test
Beschreibung € 399,00 *

* inkl. MwSt. | am 28.08.2016 um 23:56 Uhr aktualisiert

➦ zu Amazon
3 Im Test Hauck 142174 Kinderwagenset Malibu All in One Hauck Kinderwagenset Malibu
Beschreibung Preis nicht verfügbar ➦ zu Amazon
4 Im Test knorr-baby - Kinderwagen Nizza knorr-baby Kombi-Kinderwagen Nizza
Beschreibung Preis nicht verfügbar ➦ zu Amazon
5 Im Test CHIC 4 BABY Kombi-Kinderwagen VIVA inkl. 3 in 1 Tragetasche CHIC 4 BABY 2012 Kombi-Kinderwagen VIVA
Beschreibung € 249,94 *

* inkl. MwSt. | am 28.08.2016 um 20:34 Uhr aktualisiert

➦ zu Amazon
6 Im Test Chilly Kids Matrix II 3 in 1 Kombikinderwagen mit Autositz Matrix 2 – 3 in 1 VIP Mega
Beschreibung € 299,90 *

* inkl. MwSt. | am 27.08.2016 um 23:25 Uhr aktualisiert

➦ zu Amazon

Arten von Kinderwagen

  • Das wohl praktischste Modell unter den Kinderwagen ist ein Kombikinderwagen. Der kann von Geburt genutzt und später in einen Sportwagen umgebaut werden. Häufig besteht ein Kombikinderwagen aus einem Grundgestell, einer Liegetasche für Babys sowie einem Sportwagen-Aufsatz. Die ersten Monate kann das Baby in der Tasche liegend transportiert werden, bei Bedarf auch mal ohne das fahrbare Gestell – besonders gut für Besuche beim Kinderarzt.Später, wenn das Kleinkind sitzen kann, ersetzt man die Liegetasche durch den Sportwagen-Aufsatz. Bei einigen Kombikinderwagen kann man in diesem Fall die Liegetasche auch noch als wärmenden Fußsack benutzen. Es gibt auch Kombikinderwagen als Set mit passender Babyschale. Diese kann man – ebenso wie die Tragetasche für das Baby – einfach auf dem Grundgestell befestigen und dann wie einen normalen Kinderwagen schieben.
  • Der Buggy ist der handlichste Kinderwagen. Er ist im Gegensatz zu einem Kombikinderwagen recht leicht und platzsparend zusammenlegbar. Damit passt er selbst in den Kofferraum eines Kleinwagens. Er eignet sich aber erst für Kleinkinder, die bereits sitzen können; für Babys ist er nicht zu empfehlen, weil er häufig nicht so komfortabel ausgestattet ist wie ein Kombikinderwagen.Ein Buggy lohnt sich oft auch als Zweitwagen zum Beispiele für Ausflüge in die Stadt oder zum Einkaufen. Ein Kombikinderwagen ist für diese Zwecke meist zu sperrig und unhandlich. Der Buggy kann nahezu in jedem Pkw im Kofferraum mitfahren und ist schnelle aufgebaut.
  • Wer mit seinem Kleinkind häufig in der Innenstadt unterwegs ist, sollte sich einen Shopper ansehen. Die Modelle sind zwar nicht so bequem wie ein Sportwagen oder ein Buggy, dafür aber extrem leicht und wendig. Damit kommt man problemlos in jedes Geschäft oder in einen Fahrstuhl
  • Für alle sportlichen Eltern ist die Alternative zum Buggy der sogenannte Jogger. Das ist ein extrem leichter Buggy, der meist nur 3 Räder hat – vorn eins, hinten zwei. Dieser Kinderwagen ist für schnelle Ausfahrten konzipiert. Für den Stadtverkehr mit vielen Bordsteinen ist er aufgrund seines Aufbaus weniger geeignet: Da es nur ein Vorderrad gibt, kann der Wagen leicht zur Seite wegkippen, und das Kind dabei im schlimmsten Fall herausfallen.
  • Für Zwillinge und Mehrlinge gibt es sowohl Kombikinderwagen als auch Buggys mit mehreren Liege- bzw. Sitzplätzen. Bei diesen sogenannten Zwillings- oder Mehrlingskinderwagen können die Kinder je nach Modell nebeneinander oder auch hintereinander liegen bzw. sitzen. Bei einigen Wagen kann der Sitzaufbau individuell gestaltet werden: Heute nebeneinander, morgen hintereinander. Inzwischen gibt es auch Geschwisterkinderwagen, mit denen zwei Kinder in nur einem Wagen transportiert werden können, sofern der Altersunterschied nicht gar so gravierend ist.
  • Wer es ein wenig moderner mag, wird sicher bei den Design-Kinderwagen fündig. Hier zählt neben Komfort für das Kind natürlich das Design, das sich die Hersteller auch entsprechend bezahlen lassen. Nach oben hin sind da keine Grenzen gesetzt. Ebenso kostenintensiv sind klassische Kinderwagen, die den Kinderwagen aus Omas Zeiten nachempfunden sind.

Tipps für den Kauf

Für den Erwerb eines Wagens sollte man unbedingt genügend Zeit einplanen und die Entscheidung nicht überstürzen. Außerdem ist es ratsam, alle Personen mit in den Kauf einzubeziehen, die den Wagen später regelmäßig nutzen werden; also im Normalfalls die Eltern und ggf. auch die Großeltern. Schließlich müssen sie nicht nur den Nachwuchs bändigen und sondern auch Kinderwagen beherrschen.

Ganz wichtig ist es, dass man sich alle Funktionen des Kinderwagens ausführlich erklären und vorführen lässt und diese auch selbst testet. Kauft man den Wagen über einen Versandhändler, sollte man die mitgeschickte Anleitung lesen, um sich mit allen Funktionen vertraut zu machen und diese vor dem ersten Einsatz auch mindestens einmal selbst ausprobieren. Dabei ist darauf wert zu legen, dass man den Kinderwagen schnell aufgebaut bekommt; jeder Handgriff sollte sitzen:

  • Wie wird die Tragetasche mit dem Baby entfernt und wieder eingesetzt?
  • Wie wird die Tragetasche am Kinderwagen befestigt?
  • Wie kann man das Verdeck öffnen und schließen?
  • Wie kann man die Lehne von Sitz- in Liegeposition umstellen?
  • Wie funktioniert die Bremse?
  • Wie wird der Wagen zusammengeklappt?

Die Vielzahl der Möglichkeiten hängt vom gewählten Kinderwagenmodell ab. Es gibt Wagen, bei denen kann das Kind beispielsweise ganz nach Wunsch in Fahrtrichtung schauen oder entgegengesetzt. Bei diesen sogenannten Schwenkschiebern muss man natürlich wissen, wie man die Fahrtrichtung ändert, um diesen Vorzug nutzen zu können.

Gerade Kombikinderwagen bringen oft ein ansehnliches Gewicht auf die Waage und können eine zierliche Person dadurch schnell an ihre Grenzen bringen. Unbedingt schon beim Erwerb darauf achten, ob man den Kinderwagen bzw. Buggy bei Bedarf auch allein heben oder in den Kofferraum laden kann. Es nützt nichts, wenn man das schickste Designermodell mit allem Zubehör kauft und diesen Wagen dann nicht bewegen kann.

Apropos Kofferraum: Nicht jeder Kinderwagen passt in jedes Auto. Viele Kleinwagen sind nicht dazu gedacht, einen Kombikinderwagen zu transportieren. Im schlechtesten Fall passt dieser gar nicht hinein oder nur nach einem Umbau. Auch das sollte man beim Erwerb wenigstens prüfen, nicht dass man dann bei jeder Ausfahrt mit dem Pkw erst einmal den Kinderwagen in seine Einzelteile zerlegen muss, damit man ihn mitnehmen kann.

Das wohl wichtigste Kriterium für oder gegen den Erwerb sollte die Bedienbarkeit des Wagens und der Komfort sein. Sowohl Eltern als auch Kind sollten sich damit rund herum wohlfühlen. Der Platz für das Baby sollte einerseits bequem, andererseits natürlich auch reichlich bemessen sein. Es nützt nichts, wenn es in einer kuscheligen Tragetasche liegt und dabei von deren Seitenwänden eingeengt wird. Ein Kleinkind möchte gemütlich sitzen, möglichst weich und mit einer verstellbaren Rückenlehne, die nach Sitzposition angepasst oder auch zur Liegefläche umgelegt werden kann.

Der Schieber des Wagens sollte damit so wenig Mühe wie nur möglich haben. Deshalb muss man unbedingt ein Augenmerk auf die Höhe des Schiebegriffs legen und prüfen, ob dieser verstellbar ist. Eine “Probefahrt” ist extrem hilfreich Dabei kann man gleich üben, wie man Bordsteine und andere Hindernisse überwindet und wie die Fahreigenschaften bzw. das Kurvenverhalten des Wagens sind.

Ein wichtiger Punkt sind auch die Räder. Wird der Wagen zukünftig auf eher flachen, ebenen Gelände bewegt, muss man ihn nicht mit den eher teuren Luftreifen ausstatten – obwohl diese natürlich viel besseren Fahrkomfort bieten und für eine gute Federung sorgen. Außerdem wird man häufig noch vor die Wahl gestellt, ob man feste oder schwenkbare Räder möchte. Die schwenkbaren Räder machen einen Kinderwagen wendiger, dafür sind feste Räder aber stabiler zum Beispiel beim Überfahren von Kanten oder Unebenheiten.

Was kostet ein guter?

Es lässt sich nicht verallgemeinern, wie viel Geld man für den Kauf eines guten Kinderwagens einplanen sollte. In Onlineshops oder Auktionshäusern im Internet findet man häufig Schnäppchenangebote. So gibt es da teilweise einen Kombi-Kinderwagen samt Zubehör schon für knapp über 100 Euro. Nach oben hin sind beim Erwerb eines Wagens keine Grenzen gesetzt. Es sollte also für jedes Budget etwas passendes zu finden sein.

Noch ein Wort zu gebrauchten Kinderwagen: Generell gibt es dagegen nichts einzuwenden. Abzuraten ist allerdings von Modellen aus dem Internet, auch wenn die Angebote noch so günstig erscheinen. Hier kennt man die Vorgeschichte des Wagens nicht und hat keine Möglichkeit, sich diesen vor dem Erwerb anzuschauen und näher unter die Lupe zu nehmen. Besser sind private Verkäufe in der eigenen Region, bei denen man den Kinderwagen besichtigen kann, bevor man sich dafür entscheidet. Ein guter Tipp ist es daher, sich im Freundeskreis umzuhören oder einfach mal bei Hebamme oder Krabbelgruppe nachzufragen.

Kinderwagen Testberichte

Zu nahezu jedem Kinderwagen finden sich Testberichte im Internet oder Elternmagazinen. Auch die Stiftung Warentest unterzieht regelmäßig die aktuellsten Modelle einem intensiven Test; mit teilweise erschreckenden Ergebnissen. In der letzten Untersuchung schnitten dabei von 14 getesteten Kinderwagen gerade mal drei mit der Note “befriedigend” ab, der Rest erhielt das Prädikat “ausreichend” bzw. “mangelhaft”. Der häufigste Grund für diese schlechte Bewertung war der Schadstoffgehalt in Griffen, Gurten und Bezügen.

Außerdem sind viele getesteten Kombikinderwagen nur für Kinder bis 15 Kilogramm ausgelegt. Geht man davon aus, dass man im Durchschnitt einen solchen Kinderwagen bis zu einem Kindesalter von ca. drei Jahren nutzt, ist diese Grenze recht schnell erreicht.

Reisen mit Kinderwagen

Wer regelmäßig mit Bus oder Bahn unterwegs ist, sollte das bereits beim Erwerb eines Kinderwagens berücksichtigen. Kombikinderwagen, Zwillingskinderwagen und Mehrlingskinderwagen sind recht sperrig. Je nach Aufbau des öffentlichen Verkehrsmittels kann es damit beim Zustieg zu Problemen kommen. Unter Umständen kommt man mit einem großen Kinderwagen vielleicht sogar überhaupt nicht in Bus oder Bahn.

Praktischer sind da die Buggy-Modelle, die im Notfall in kurzer Zeit zusammengeklappt werden können. Interessant zu wissen: Bei Flugreisen werden Buggys meist kostenlos transportiert und nicht auf das Freigepäck angerechnet. Dennoch sollte man vor Reiseantritt unbedingt nochmal bei der Fluggesellschaft nachfragen.

Kinderwagen im Treppenhaus

Gerade in Mehrfamilienhäusern gibt es oft Streit um Gegenstände, die im Treppenhaus abgestellt werden. Mieter stören sich häufig daran und verlangen, dass diese entfernt werden. Eins vorweg: Ein aktuelles Urteil besagt, dass ein generelles Verbot des Abstellens eines Wagens im Hausflur durch Hausordnung oder Mietvertrag unwirksam ist. Vielmehr muss der Einzelfall betrachtet werden. Am besten klärt man im Voraus mit dem Vermieter und Mitbewohnern ab, ob berechtigte Gründe gegen das Abstellen des Kinderwagens im Treppenhaus bestehen. Sofern dadurch niemand behindert wird oder Zugänge. versperrt werden, sollte im Normalfall durch im Gespräch eine einvernehmliche Lösung gefunden werden.

Wagen Zubehör

Für alle Arten von Kinderwagen gibt es umfangreiches Zubehör in allen Preisklassen. Zu empfehlen sind ein Sonnenschirm für gutes und eine Regenhaube für schlechtes Wetter. Für den Sonnenschirm wird einmalig eine Halterung am Grundgestell des Wagens befestigt. In diese kann der Schirm bei Bedarf einfach eingesteckt werden. Die Regenhaube muss zum Kinderwagenmodell passen, sonst erfüllt sie nicht ihren Zweck. Sie wird bei einsetzendem Regen einfach über den ganzen Wagen gestülpt und mit Klett oder Bändern befestigt.

Viele Hersteller bieten zum Wagendesign passende Wickeltaschen an. Ob diese unbedingt erforderlich sind, bleibt jedem selbst überlassen; eine neutrale Tasche ist häufig günstiger und flexibler. Empfehlenswert hingegen ist ein Netz oder ein Korb im unteren Teil des Kinderwagen, in dem einige Dinge transportiert werden können. Darin findet ein kleiner Einkauf Platz oder Wagenzubehör wie Regenhaube und Sonnenschirm.